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   14.03.16 16:28
    bitter, aber diese Erfah






Bildung ist nicht polpulismusrelevant

Durch mein Engagement an der Heimvolksschule Fürstenzell habe ich die Schulart Mittelschule sehr zu schätzen gelernt. Dadurch inspiriert habe ich mich bei mehreren Mittelschulen beworben und war nun über folgende Absagebegründung äußerst verwundert:
"Für diese Aufgabe sind Sie mit Sicherheit überqualifiziert!"
Auch wenn dies nett klingt und der Wunsch einer "adäquaten Anstellung" auch sehr freundlich ist, ist die Situation doch furchtbar.
Der Staat stellt mich nicht an, weil (er momentan niemanden anstellt und weil) der anzustrebende Notenschnitt utopisch ist.
Wenn ich allerdings die Lokalzeitung lese, merke ich, dass es die Bürger absolut nicht interessiert, dass die Zukunft unseres Landes in Gefahr ist, weil die einzige Ressource, die wir hier besitzen, verkommt. Aber dies interessiert KEINE ALTE SAU! Hauptsache, wir lästern über die Griechen, (deren Verschuldung ein Siebtel unserer Schulden beträgt und) die wir nun so geißeln wollen, wie wir es selber bei uns nie dulden würden, oder die bösen (Wirtschafts)Flüchtlinge, die uns Deutschen bewiesenermaßen auf Dauer mehr Geld (nicht zu sprechen von der nichtmonitären Bereicherung unseres Lebens bzw. unserer christlichen Nächstenliebe, durch welche wir zur Hilfe Hilfsbedürftiger verpflichtet sind) einbringen als selbige vorübergehend kosten, oder die böse Ausländermaut-verhindernde-EU, die dem CSU-Wähler einen Spiegel vor die Nase hält, wodurch sich dieses Stimmvolk an den letzten Geisterbahnbesuch zurückversetzt fühlt.
Also, deutsches Volk, um beim letzten Bildvergleich zu bleiben: Wenn Ihr so weiter macht, befindet Ihr Euch momentan in der (von mir verhassten) Silverstar auf dem Scheitelpunkt ganz oben. Nur funktioniert dieses Mal der Rückhaltemechanismus nicht. Ebenfalls hatten die Bremsen die letzte Wartung nicht überstanden. Und die Schienen wurden abmontiert.
20.7.15 13:46


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Grüße von Sisyphos

Seitdem ich als Lehrer tätig bin, mühe ich mich gegen rechtsextreme Vorurteile und versuche, Schüler mit Fakten und Menschlichkeit vor dem braunen Mob zu retten. Da ich hierbei auch Erfolge erziele, fühle ich mich in meinem Vorgehen bestätigt.

Wenn ich allerdings heute die lokale Presse aufschlage und dort das Interview „Die Belastungsgrenze ist überschritten“ mit einem deutschen Politiker mit scheinbar rechtextremen Tendenzen lese, bin ich erschüttert, womit dieser Rattenfänger (leider wohl erfolgreich) auf Wählerstimmenjagd geht. Seine rechtspopulistische Stammtischfloskel „Wir können nicht die ganze Welt retten.“ kommt leider bei seiner typischen Wählerschaft spätestens bei den allabendlichen Odinstrünken bestens an und alle heben ihren Bragafull, um das Gelöbnis des Abendlandes feierlich zu wiederholen.

Dass seine Aussage komplett falsch ist, ist hierbei vollkommen irrelevant. Auf der Welt sind laut UNHCR fast 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die allerwenigsten Flüchtlinge schaffen es nach Europa, beziehungsweise wollen gar nicht hierher. 2014 kamen 714.000 Menschen nach Europa. Also bitte: Wer kann behaupten, wir stünden vor der Frage, die ganze Welt aufzunehmen?

Andreas Scheuer. Wer noch?

21.7.15 08:37


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