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   14.03.16 16:28
    bitter, aber diese Erfah






Verlorene Liebesmüh

Ja himmiherrgottzsakramentzefixhallelujaglumpvarregtz!
 
Jetzt muss ich mich mal wieder über die sogenannte Christlich Soziale Union aufregen: 
 
Der Runde Tisch gegen Rechts veranstaltet am 14.04. in der Uni eine Podiumsdiskussion mit dem Thema "Zunahme von Rassismus und rechter Gewalt - Antworten der Demokratie".
Um dies zu verwirklichen, habe ich versucht, ein kompetentes Podium aufzustellen.
Der Plan war, ein buntes, gut durchgemischtes Podium zusammenzustellen. Mit folgendem Ergebnis:
 
- SPD: ein Anruf bei unserem MdL Bernhard Roos:
   Zusage
- Grüne: eine Email an den Landesvorsitzenden Eike Hallitzky:
   Zusage
- aktive Passauerin: eine Email an die überaus engagierte
   Aktivistin Helen Deffner:
   Zusage
- Kirche: eine Email und ein Anruf an den Generalvikar Dr. Klaus
   Metzl:
   Zusage
CSU:
  1. zwei Anrufe und eine Email an den Generalsekretär Andreas Scheuer: Absage
  2. ein Anruf und eine Email an Staatsminister Helmut Brunner: (sehr nette und persönliche) Absage
  3. ein Anruf und eine Email an Landrat Franz Meyer: Absage
  4. zwei Emails und fünf Anrufe bei der CSU-Landtagsfraktion / beim Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer: Resultat: am Ende ruft mich seine Sekretärin an, dass kein einziger MdL der CSU Zeit oder Interesse hat für diese Veranstaltung: Absage!
 
Tja, was sagt man dazu?
Ich gehe mal davon aus, dass sich am Ende einer der Herren Waschler oder Steiner (beliebig erweiterbar) medial aufregen wird, dass bei dieser Veranstaltung die arme CSU nicht dabei war...
 
Aber andererseits: Was hätte denn ein Angehöriger der CSU bei dieser Thematik verloren...?!
 
 
 
 
14.3.16 15:20


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Ich war fremd

Bayern. Sonntag. Kirche. Diese drei Attribute stehen für viele Menschen in engem Zusammenhang. Darüber gibt es - wie für wahrscheinlich alles - weitverbreitete Vorurteile, die in diesem Kontext oft die Worte "scheinheilig", "erzkonservativ" oder Ähnliches beinhalten. Nun bin ich als Engel Aloisius nicht nur dazu da, der Politik die göttlichen Ratschläge zu übermitteln, sondern natürlich auch der Beobachter der Vertreter Gottes auf Erden und besuche auch aus diesem Grund regelmäßig den sonntäglichen Gottesdienst. Heute war ich im Dom zu Passau und lauschte den Worten des Dompropstes Bär. Seine Predigt handelte von der aktuellen Flüchtlingsthematik. Im Gegensatz zu vielen mannigfaltigen Politikern oder diversen Medien sprach er hierbei nicht von einer "Krise" oder gar von einem "Problem", einer "Katastrophe". Nein, er sprach von einer Herausforderung, denn der Satz "das geht mich nichts an" sei der christlichen Liebe unbekannt. Die wichtigste Essenz des Glaubens nach Jesus Christus ist die Nächstenliebe. So bezeichnet der Bischöflich Beauftragte für die Caritas einen Menschen, der aktuell mithilft, anstatt dass er wegschaut, als Senfkorn, das aufgeht. Dieser Vergleich ist insofern perfekt, da der Geistliche hierbei das Gleichnis (vgl. Mk 4, 30-32) als Textart aufgreift, welches Jesus benutzte, damit dessen Inhalt ALLE verstehen. Auch wenn mir diese Worte gefielen, dachte ich mir zunächst: "Labern kann jeder, aber was MACHST Du selber aktiv?" Bär betonte im Folgenden, dass die Caritas als kirchlicher Verband sich intensiv um die Versorgung der angekommenen Flüchtlinge kümmere, ihnen Nahrung, Kleidung und Erstversorgung gebe. Dies erinnerte mich an Jesu Rede zum Weltgericht, als er sagte: "Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist? oder durstig und haben dich getränkt? Wann haben wir dich als einen Gast gesehen und beherbergt? oder nackt und dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen und sind zu dir gekommen? Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." (Mt 25, 35-40). Des Weiteren betonte der Dompropst, dass es unzählige ehrenamtliche Helfer in den Gemeinden gebe, die helfen. Es scheint so, als hätten diese Stützen Jesu Rede über das Leben in der Gemeinde (Mt 18, 5) als göttlichen Auftrag verstanden. Bär betonte übrigens, dass er selbst am Bahnhof stets versucht, helfend mitzuwirken. Die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer sind jedoch nicht die ersten, die die Flüchtlinge als "Deutsche" sehen. Dies sind in unserem begrenzten Nationendenken logischerweise die Bundespolizisten. Aus diesem Grund akzentuierte der Seelsorger, dass der Patron der Bundespolizei, der Heilige Bruder Konrad aus Altötting, welcher an der Klosterpforte sitzend jahrelang tagtäglich Bettelnde empfing und versorgte, wieder in den Vordergrund der Beamten rücken sollte. Ich hoffe inständig, dass die zahlreichen Gottesdienstbesucher dieses Mal aufgepasst und nicht vorher schon ihr Hirn in den Schlafmodus gefahren haben und sich die Worte der Predigt zu Herzen nehmen, denn jetzt zeigt sich, wie Bär sagte, "ob der Glaube tief in unser Herz reicht", oder ob viele nur scheinheilige sonntägliche Pro-Forma-Kirchgänger sind.
20.9.15 14:43


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